Hermanngasse Blog

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Hermanngasse.com ist das Blog des Web Innovation Institute. Hier diskutieren wir innovative Ideen in digitalen Medien für Marketing, Kommunikation und Kollaboration.


Syndicate content
Interaktive Kommunikation und Kollaboration
Updated: 30 min 17 sec ago

Life in a day – das Community-Filmexperiment

23. July 2010 - 7:42

Weltweit ist morgen, am 24. Juli 2010, jeder eingeladen, eine Videosequenz zu erstellen, die einen Ausschnitt aus seinem Leben zeigt, und diesen Clip dann auf YouTube einreichen – so soll eine monumentale Bestandsaufnahme entstehen, ein Tag im Leben auf der Erde, mit allen Facetten, synchron und doch individuell.
Die Videobeiträge sollen gescreent, nach Verbindungen thematischer und zeitlicher Natur ausgewählt und in einem Dokumentarfilm zusammengefasst werden. Ein „einzigartiges Experiment im Bereich des kollaborativen Filmemachens, das den künftigen Generationen zeigen wird, wie es war, am 24. Juli 2010 aus dieser Welt zu leben“ so die offizielle Vision.


YouTube bewirbt das Projekt prominent im ganzen Portal mit einem eigener kleinen verlinkten Bildmarke direkt neben dem eigenen Logo – und emotionalisiert dann auf youtube.com/lifeinaday

Spannend. Wir werden mitmachen. Und sind schon neugierig, wie viele andere auch.

Social Media ist relevant – für Ihr Business – Teil 2

22. July 2010 - 14:57

Facts & eyeopener zu Twitter, Webinars, Podcasts und Facebook – aus Unternehmenssicht – das schenkt uns Social Media Energy – here we go!

Spacamp – Barcamp für Wellness, Spa und Gesundheit

22. July 2010 - 14:40

Unter dem Motto “Wellness 2.0 – Alpensalz trifft Web 2.0″ findet am 2. und 3. Oktober 2010 in Bad Reichenhall das Spacamp statt. Anmeldungen für aktive Teilnehmer auf den bekannten Wegen via Spacamp.de

Social Media ist relevant – für Ihr Business

7. July 2010 - 10:49

Die zweite Ausgabe des Videos “Social Media Revolution” – mit aktuelle Statistiken, die man nicht ignorieren kann. Selbst wenn es ein Werbevideo für Erik Qualmans Buch “Socialnomics” ist.

We don’t have a choice wether we do social media, the question is how well we do it.

Ambush Marketing und die Fußballweltmeisterschaft

3. July 2010 - 23:37

Nike zeigt der Sportbranche wieder seine Überlegenheit im Einsatz neuer Medien: Jede dritte Online Nachricht in Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft schaffte einen Bezug zu dieser Marke – und das, obwohl Nike kein offizieller Sponsor dieses sportlichen und medialen Großereignisses ist!

Nielsen hat einen Monat lang englische Online-Textnachrichten (auch auf Flickr, YouTube, Facebook, and Twitter) analysiert und die starke Präsenz von Nike feststellen können – mit rund einem Drittel an Erwähnungen (30,2%) zweimal soviel wie beim Konkurrenten Adidas (immerhin offizieller World Cup-Sponsor):

Einen wichtigen Beitrag zur Präsenz in der Community-Kommunikation hat die „Write the Future“-Kampagne beigesteuert, alleine das rund als 3-minütige Video auf youTube wurde seit 17.05.2010 mehr als 18 Millionen Mal angesehen:

Die Website zur Kampagne aktiviert die sportaffine & kreative Zielgruppe durch Interaktion und spannende Anreizmechanismen (Fall auf. Werde entdeckt. Bekomme einen Vertrag.) – schafft spielend virale Effekte durch „Pride of Authorship“-Mechanismen (und geht aufgrund des starken Andrangs immer wieder in die Knie).

Social Media rules Soccer.

Open Innovation am Puls der Zeit

2. July 2010 - 23:13

Nicht mehr alleine Kundendatensammeln, dem Kunden zuhören, ihn analysieren lautet die Maxime vieler Unternehmen, sondern sein Wissen und seinen Willen aktiv für Unternehmenszwecke einzuspannen, den Kunden zu aktivieren und ihn zum Mitgestalter zu machen. Manche Kunden sind besonders intensive Nutzer von Produkten, von Serviceleistungen, sie kennen die Stärken und Schwächen, sind zuweil “Product Champions” und oft “Early Adopter“, haben als “Lead User” eine Meinung und Ideen.

“Lead User sind also so etwas wie Markt-Seismographen” schreibt Daniel Roman Jung in der ZEIT ONLINE am 01.07.2010 in seinem Artikel “Wie Unternehmen von innovativen Kunden profitieren” und betont die neuen Möglichkeiten, welche Unternehmen bei der Suche nach Innovationsimpulsen offenstehen. “User Innovation” sorgt für frischen Wind in verstaubten Prozessen, so die Botschaft des Artikels.

Kundenintegration, also die Zuweisung einer aktiven Rolle für den Kunden in der Beziehung zum Unternehmen,  ist eine schlüssige Folge der  als “Empowerment of customers” beschriebenen wachsenden Anforderungsbündel an Produkte und Dienstleistungen: Kunden sind zunehmend weniger kompromissbereit, was Parameter wie Produktqualität, -passform und Serviceleistungen betrifft.

User Innovation” bzw. “Open Innovation” (als welche sie in der Forschung hauptsächlich in Abgrenzung zur unternehmenszentrierten “Closed Innovation” genannt wird) bietet hier eine faszinierende Entwicklungsstufe im Verhältnis Unternehmen-Kunde.

“Open Innovation” kann charakterisiert werden als Innovationssystem, welches nicht alleine innerhalb eines Unternehmens sondern in einem Kooperationsprozess mit anderen externen Impulsgebern und Wissensträgern stattfindet. Dabei entwickelten sich erste Open Innovation-Projekte als “add-on” bei Versuchen, Kunden im Rahmen von Service Excellence-Initiativen mit ihren Bedürfnissen und Ideen “ernst” zu nehmen bzw. Inputs von Kunden bei Mass Customization-Zugängen zu den angebotenen Individualisierungsmöglichkeiten zu bekommen.

Diese neue “Customer Orientation” schaffte aber auch bei Unternehmen das Bewußtsein, für eine stärkere Integration des Kunden auch außerhalb des bisher für ihn reservierten “Solution Space“.

“Open Innovation und Mass Customization sind aktuelle Strategien, bei denen die Kunden eine neue Rolle bekommen: Sie sind nicht mehr nur passive Konsumenten, sondern aktive Wertschöpfungspartner,” betont Frank Piller, einer der bekanntesten Innovationsforscher im deutschsprachigen Raum. In seiner Zusammenarbeit mit Eric von Hippel hat  er auch die “stickiness of information” untersucht, die innewohnenden Barriere, die die Informationsweitergabe erschwert. Jede Information, jede Wissenseinheit beim Kunden baut auf einem spezifischen, individuellen Hintergrund auf – und manche Einheiten sind leichter, andere deutlich schwieriger für Unternehmenszwecke nutzbringend zu transferieren – das aktive Einlassen auf den Kunden im Rahmen einer Beteiligung an Innovationsprozessen stellt (wenn die richtigen Instrumente eingesetzt werden) eine gute Basis da, diese “sticky information” zu heben.

Open Innovation kann interne Innovationsprozesse bei Unternehmen nicht ersetzen – sie aber nachhaltig unterstützen und eine noch vor wenigen Jahren ungeahnte gemeinsame Kraft entfalten. Die Einbindung von Kunden in alle Phasen des Innovationsprozesses ist heute möglich (siehe auch unsere case study zu Quirky), aber für Unternehmen in der Umsetzung nach wie vor eine große Herausforderung.

Die Crowdsourcing-Erfolge von Internetprojekten haben es vorgemacht; “Brick and Mortar-Unternehmen” sind nun an der Reihe, um Ihre Innovationszugänge zu überdenken: dem Kunden eine neue Rolle zuweisen, als aktiver Teilnehmer im Innovationsprozesse, oder gar als Initiator:

Die dabei durch seine Partizipation stattfindende gemeinsame Wertschöpfung (“Value Co-Creation“) macht im Idealfall alle glücklich: das Unternehmen, den Lead User und vor allem auch den Käufer.

www.open-innovation.de

Social Media ist relevant

30. May 2010 - 21:29

Die zweite Ausgabe des Videos “Social Media Revolution” - mit neuen Statistiken. 4:12 Minuten, die sich lohnen. Selbst wenn es ein Werbevideo für Erik Qualmans Buch “Socialnomics” ist.

We don’t have a choice wether we do social media, the question is how well we do it.

Spacamp - Barcamp für Wellness, Spa und Gesundheit

28. May 2010 - 14:29

Unter dem Motto “Wellness 2.0 - Alpensalz trifft Web 2.0″ findet am 2. und 3. Oktober in Bad Reichenhall das Spacamp statt. Anmeldungen für aktive Teilnehmer auf den bekannten Wegen via Spacamp.de

Zappos CEO Tony Hsieh über Kundenservice via Venture TV

28. April 2010 - 11:12

Wir sind ein Serviceunternehmen, dass zufällig Schuhe verkauft

Zappos, jetzt im Eigentum von Amazon, startete sein Geschäft mit dem Verkauf von Schuhen – online. Durch den absoluten Fokus auf Kundenservice gelang dem Unternehmen eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte. So können Kunden beispielsweise bis zu 1 Jahr nach ihre bestellten Schuhe kostenlos zurücksenden, Call Center-Agenten so lange mit Kunden telefonieren, wie sie möchten uvm.

Zappos gehört sicherlich zu jenen Unternehmen, die ihre Branche auf den Kopf stellen. Auch Unternehmen aus Deutschland haben das bereits erkannt und springen auf den Zug auf und wollen ihr Business verändern.

Zalando

Mirapodo

CRM ist tot, es lebe CRM!

23. April 2010 - 8:30

Das ist das Motto des diesjährigen CRM Jahresforums am 29. u. 30. April in Stegersbach. Namhafte Unternehmen berichten aus ihrer Praxis. Dazu gehören unter anderem Swarovski Elements, Nestlé Deutschland, Eternit, United Business Communications, die Oesterreichische Kontrollbank uvm.

Diesjähriger Key Note-Sprecher ist Neuromarketer Dr. Hans-Georg Häusel, von der Gruppe Nymphenburg: “Wenn aus Menschen Kunden werden – und wie Kunden wirklich ticken“. Neben vielen anderen Profis aus dem In- und Ausland, sind auch wir, das Web Innovation Lab, zum Thema “CRM 2.0 – Effizienter Kundendialog mit sozialen Medien” dabei.

Veranstaltung: CRM Jahresforum 2010

Mehr zum Thema CRM und Social Media:



Digital Design Sensations in London

11. April 2010 - 22:57

Heute endet im Londoner Victoria and Albert Museum die Ausstellung Decode: Digital Design Sensations.
In Zusammenarbeit mit SAP und onedotzero wurden in den drei Themenfeldern „Code“, „Interactivity“ und „Network“ Installationen von Künstlern aus aller Welt zusammengetragen, welche digitale Informationen auf ungewöhnliche visuelle und interaktive Art inszeniert haben.

Decode: Digital Design Sensations from Victoria and Albert Museum on Vimeo.

„Digital technologies are providing new tools for artists and designers. Innovative, often interactive , displays use generative software, animation and other responsive technologies to install a “live” element into artworks. Some works exist in a state of perpetual evolution; others are altered by the behavior of the spectator.”

Und der Betrachter wurde bei nahezu allen Exponaten zum lustvollen Entdecker, jung und alt bewegten sich durch die digitalen Welten und ich habe noch nie soviele lächelnde und bewegte Gesichter in einem Museum gesehen.
Die digitale Interaktion wird die Zukunft der Kunst mitbestimmen – und macht vor den Grenzen des musealen Raumes nicht halt: Neben einer zeitgemässen Vernetzung der Besucher und Interessierten über Kanäle wie Twittertweets (tweet #decode09) und Decode Flickr Group Pool konnte jeder einzelne seine kreative Bühne finden.

V&A Decode generative identity from postspectacular on Vimeo.

Auf Basis von Open Source Code hat der Künstler Karsten Schmidt eine Digital Identity der Ausstellung geschaffen, die runterladbar und modifizierbar den Design Prozess auf den eigenen Rechner holt – und das Ergebnis der persönlichen Auseinandersetzung (nach einer getroffenen Auswahl) zurück in den öffentlichen Raum auf Monitore in den U-Bahnstationen der Londoner Tube spielt.

Einer meiner Favoriten dieser Besucherwerke ist:

Decode: Recode from directtovideo on Vimeo.

Digital Art at its best.

Quirky – Social Product Development Company

9. April 2010 - 20:55

“Everyone has a product idea…” So das Credo von Quirky. Das im Juni 2009 gegründete Unternehmen sammelt Produktideen auf seiner Plattform www.quirky.com, lässt seine Community die “Killer Idea” ausfiltern, produziert das Produkt und stellt auch noch den Verkaufskanal zur Verfügung.

Als “social product development company” wird so der gesamte Produktkreationsprozess demokratisiert – mit ausgereiften game mechanics und finanziellen Anreizen.
Zur Einreichung (und zur Zahlung der damit verbundenen Gebühren in Höhe von 99 US$) animieren folgende Versprechen (“Here is what you get with your submission”):

• “In-depth idea evaluation.
• Detailed community comments and feedback.
• Real-time analytics and demographic profile of supporters and non-supporters.
• Candidacy to be next week’s Quirky product.
• If chosen, your product could be on the market in as few as 10 days.
• Influence that will earn you at least 4-12 cent of every dollar your product ever makes.
• An excited community as your product ‘s evangelists.”

Sobald die Idee eingereicht ist, beginnt die Evaluierung durch die Quirky Community und das Design Team, im Idealfall gefolgt von der Nominierung zum Gewinner der Woche. Dieser stellt sich den „Influencern“ – alles wird gemeinsam erschaffen, der Produktname, das Logo, das Design, die Preisvorgaben, Quirky sichert die Produktionsdetails und schickt das nun schon perfektionierte Produkt in den Pre-Sales-Prozess, sammelt Kaufzusagen (wobei wiederum Social sales tools monetäre Verkaufsstimuli streuen) und beginnt bei Vorliegen der kritischen Masse mit der Produktion, übernimmt anschließend auch den Verkauf.

Crowdsourcing at its best!

Und daran glauben auch Investoren: Diese Woche hat Quirky weitere 6 Millionen US $ an Venture Capital eingesammelt.